15. Januar 2017

JANUARTAGE OHNE SCHNEE

Die Januartage sind für mich besondere Tage. Nach dem Dezember-Trubel, den Feierlichkeiten und dieser Fülle von allem, fängt für mich eine Zeit der Besonnenheit an. Tage, in denen ich mich und alles wieder ganz gemächlich ordne, Altes gehen lasse und Neuem Platz einräume. Es ist die Zeit, in der ich mich gerne auf Altbewährtes, Ursprüngliches besinne, und es ist der Augenblick, in dem ich mich mit meinen Kindern einkuschle und Märchen erzähle. Märchen erzählen heisst auch, sich ganz nah und innig sein, sich der Stimme der Erzählerin oder des Erzählers hingeben und diese archaischen Geschichten immer und immer wieder hören wollen. So, wies unsere Urgrossmütter an den kalten Wintertagen mit ihren Kindern gemacht haben. 

Und weil halb Europa eingeschneit ist, wir hier in Wien aber nur mit einem Flaum abgespeist wurden, erzählen wir von Frau Holle, in der Hoffnung, dass sie auch bei uns bald ihre Kissen richtig doll schütteln lässt. Bis dahin hören wir Märchen und machen unser Schneegestöber eben selber. Mit Schafwolle, einem Stück Faden an einer Nadel und einer Wunschperle... Schneeflöckchen, Weissröckchen, komm zu uns!

Hier noch weitere "Wintermärchen": Schneewittchen und die sieben Zwerge, Schneeweisschen und Rosenrot, Sterntaler, Die Schneekönigin (Hans Christian Andersen)

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© lieblingsbande
Maira Gall